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Reisetipp Warum in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt so nah!! Viele Mobilisten zieht es in die weite Ferne : Norwegen, Schweden, Spanien, Griechenland, Portugal usw. Kein europäisches Land dass noch nicht von den „Caravanern“ erforscht wurde. Hier in Deutschland, wo die Caravaning-Wurzeln liegen, zogen über viele Jahre große „Schwärme“ mobiler Touristen hinweg. Nun wieder erkennen viele Mobilisten, dass auch die Heimat viele schöne Seiten hat. Es ist ein wachsender Trend zum heimatlichen Tourismus zu erkennen. Unter den vielen, lohnenden Zielen wollen wir heute ein ganz besonderes Kleinod vorstellen: Rothenburg ob der Tauber. Das ist eine mittelalterliche Stadt, die an der „Romantischen Straße“ in Bayern liegt, unweit der A7. Die Romantische Straße erstreckt sich vom unterfränkischen Würzburg bis nach Füssen/Reute, an der österreichischen Grenze - ein Paradies für Caravaner. Unter www.romanticroad.com oder www.romantischestrasse.de finden Sie alle Orte, Sehenswürdigkeiten, Kulturhighlights und natürlich Camping-, und Stellplätze. Nicht nur dass diese Strecke eine besonderer „Augenweide“ ist, nein, auch kultur-kulinarisch eine Therapie für Leib und Seele. Doch nun zu Rothenburg o. d. T. Wenn man diese Stadt, die übrigens für den Verkehr gesperrt ist, betritt, hat man das Gefühl man begibt sich auf eine Zeitreise in die Vergangenheit. Imposante Tore, Kirchen, Türme, Mauern und vor allem der unverwechselbare Stil der Bauten geben der Stadt sein geheimnisvolle Flair. Man kann dann erahnen was Jahr für Jahr Touristen anzieht. Rothenburg steht auch bei den asiatischen Europa-Touristen hoch im Kurs. Es gibt bereits mehrere Geschäfte in denen neben englischen auch japanische Hinweise zu lesen sind. Im Internet unter www.rothenburg.de finden Sie viele Informationen zur Stadt. auch ausgewiesene Camping-, und Stellplätze für Caravans und Wohnmobile. Sie können mit dem Wohnmobil auf den Parkplätzen vor den Toren der Stadt parken. Nur 50 m Fußweg und Sie sind dann direkt am Ziel. Bei Ihrer Entdeckungstour durch die Stadt können Sie auf keinen Fall den historischen Marktplatz verfehlen. Hier neben dem Rathaus, mit seiner eindrucksvollen Architektur, finden Sie „Käthe Wolfahrt´s Weihnachtsland“. Das von aussen eher unscheinbare Haus überrascht dann mit seiner inneren Grösse und Vielfalt. Eine gigantische Weihnachts-Pyramide über mehrere Etagen des Hauses kann bestaunt werden. Kleinste, liebevoll gestaltete Figuren für das Weihnachtsfest, filigraner Schmuck, Weihnachtskugeln und dergleichen mehr überrascht den Besucher, wen wundert`s, auch Volkskunst aus dem Erzgebirge.  Im Internet finden Sie das Weihnachtsland unter www.wohlfahrt.de. Lassen Sie sich verzaubern von diesem Ambiente. Die Eindrücke werden Sie nicht vergessen. Übrigens. die vielen „Schwarzwälder Kuckucksuhren“ von klein bis riesengross, lassen nicht nur das japanische und amerikanische Herz höher schlagen. Ein hierfür wichtiger Tipp: denken Sie daran, verkehrsberuhigte Innenstadt – Sie werden alle Neuerwerbungen zum Fahrzeug tragen müssen! Direkt neben an, hinter dem Brunnen, finden Sie das Eckhaus „Rosenpavillion“. Von der kleinen Espresso-Tasse bis außergewöhnliche stillvolle, extravagant und pompös Service erfreuen hier das Kennerherz. Für Liebhaber kleiner Details und Elementen zum liebevollen Gestalten ist dies ein Paradies. Bei speziellen Events werden Künstler eingeladen, denen man bei der Arbeit über die Schulter schauen kann. So z. B. auch Porzellanmaler aus der weltberühmten Meissner Manufaktur , die hier zu Gast sind. Nach all den Eindrücken haben Sie sich natürlich eine Stärkung verdient. Hier haben Sie alle lukullischen Highlights, die die Gastronomen in Rothenburg bieten. Besonders zu empfehlen am Nachmittag, einen Cappuccino und Apfelstrudel im „Roten Hahn“ – wirklich ein Gedicht! Dieses urige Hotel, welches 1380 erbaut wurde, betreut seit 625 Jahre die Einkehrer. Dazu brauchen Sie vom Rosenpavillon nur ca. 50 m den Berg hinunter spazieren und schon werden Sie auf der linken Seite fündig. Als weiteres interessantes Ziel ist das Kriminalmuseum zu nennen. Dies ist das bedeutendste Rechtskundemuseum Deutschlands. Wirklich außergewöhnliche Exponate aus der Vergangenheit zeigen das breite Spektrum aus über 1000 Jahren Gerichtsbarkeit. Damals verhängte Strafen und dazu verwendete Folterinstrumente zur Bestrafung der Delinquenten, anschaulich erläutert und ausgestellt. Hier findet man Material zu Strafprozessen, Urteile, Vollstreckungen der Leib- und Lebensstrafen nach dem damaligen Rechtsverständnis. Doch es gibt noch mehr. Nicht wie in anderen Museen werden brutalste Foltermethoden exponiert, sondern man widmet sich hier auch den kleinen, alltäglichen Sünden. So z. B. der üblen Nachrede oder den verleumderischen Anschuldigungen gegen seine Mitmenschen. Es sind „Schandmasken“ ausgestellt die besonders „verquatschte“ oder zänkische Mitglieder des weiblichen Bevölkerungerungsteils, gerichtlich angeordnet, öffentlich tragen mussten. Das Kriminalmuseum finden Sie in der Verlängerung der Straße vom Roten Hahn.  Hier können Sie schon mal rein schauen: http://www.kriminalmuseum.rothenburg.de/ Rothenburg vereint in sich derart viele Highlights, dass es unmöglich ist alles hier aufzuzeigen. Also doch eine Reise planen und selber entdecken: In der Franziskanerkirche (älteste Kirche der Stadt) das Grab des Dietrichs von Berlichingen, Großvater von Götz von Berlichingen (1480 bis 1562). Der Enkel machte wahrlich Schlagzeilen, ließ sich die erste bewegliche Prothese für seine in einer Schlacht verlorenen Hand anfertigen und hat sich mit dem berühmten Ausspruch „leck mich am A...“ seine Unsterblichkeit verdient. Oder der Kreuzaltar des berühmten Bildhauers Tilmann Riemenschneiders in der St. Peter und Paul Chorturmkirche. Ebenso stammt der Altar der Franziskanerkirche aus der Werkstatt Riemenschneiders. Zum krönenden Abschluss sollten Sie sich einen Rundgang über die altehrwürdigen Stadtmauern gönnen. Reizvolle Ausblicke über die Dächer und Anlagen einer zauberhaften mittelalterlichen Stadt. Um auch die Umgebung kennen zu lernen, das fränkische Weinland und vieles mehr sollten schon mehrere Tage bei der Planung berücksichtigt werden. Sie werden begeistert sein! Das Caravan-Metropol-Team wünscht Allzeit gute Fahrt!
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